Calli on Tour

Calli on Tour

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

» Termine


Twitter

Calli zwitschert mit

Reiner Calmund nutzt den "Micro-Blogging"-Dienst Twitter » weiterlesen

twitter rss facebook myspace youtube xing

Suche

suche
ZitateZitate

Reiner Calmund - Sprüche klopft er ohne Ende, doch als Sprücheklopfer galt er nie. Werden seine Weisheiten auch nie Eingang finden in die diversen deutschen Zitatenlexika - nachhaltigen Eindruck zum Beispiel beim Fußballpublikum (aber längst nicht nur bei dem) hinterließen sie dennoch. Denn Reiner Calmund Sprüche - das waren und sind immer Reaktionen aus dem Bauch. Da wird nichts gedrechselt, nichts auf Stelzen gehievt, da werden Sätze kreiert, die auch der Letzte auf Anhieb versteht. 

Wurden „die Fensterläden verrammelt“ und „das Dosenfutter aus der Kammer“ geholt, wenn „der Stahlhelm aufgezogen“ werden musste - dann wusste die geneigte Öffentlichkeit: Bayer Leverkusen befindet sich tief in der sportlichen Krise. Dann griff Calmund, der gemütliche Dicke, „auch schon mal in die asoziale Kiste.“ Und wenn in solchen Momenten tatsächlich eine Kiste, zum Beispiel mit Mineralwasserflaschen gefüllt, in der Nähe stand, dann flog die im nächsten Moment „quer durch die Kabine.“ 

Calmunds große Stärke: Er verliert nie seine Authenzität. Er übertreibt, wiegelt wortgewaltig ab („Losse mer bloß zufridde sin!“), doch was aus Calmund kommt, ist immer Calmund pur. Ob der Kölner Kollege Hannes Linßen als „Lachpille“ hingestellt wurde oder die Dortmunder Borussen kollektiv als „Jammertitten“, Reiner C. muss nie lange nach Begriffen suchen, die die Öffentlichkeit begierig aufsaugt und den Betroffenen selten die Möglichkeit lässt, effektiv zu kontern. Weil Calmund bisweilen an Originalität und Spontaneität nicht zu übertreffen ist.

Doch weil auch ihm nicht immer etwas Neues einfällt, wiederholen sich Begriffe durchaus. Legendär ist hier sein „däffenitief“, dieses Wort nutzt er definitiv am häufigsten, gilt es eine seiner Thesen zu unterstreichen. Gerne doziert er auch übers „Büsinöss“, wahlweise „big büsinöss“ oder „crazy büsinöss“. Mit rheinisch gefärbten Anglizismen wie diesen jongliert er mediengerecht, so wurde Reiner Calmund ein gern gesehener Gast in TV-Talkshows- und -Events wie „Sabine Christiansen“, „Maischberger“, „Johannes B. Kerner“, Beckmann“ „SternTV“, „Der große IQ-Test“, natürlich im ZDF-Sportstudio und dem DSF Doppelpass - in beiden Sendungen hält er nach inoffiziellen Schätzungen den Monolog-Rekord… 

Deftig mag er es, sprachlich wie kulinarisch. Verbindet er beides, redet er gerne von sich als „Stressfresser“. Und erzählt die Geschichte von den brasilianischen Restaurants, in denen man eine Karte auf den Tisch gestellt bekommt. Eine Seite grün, die andere rot. „Und solange grün aufgedeckt ist, solange gibt es was zu Essen.“ Stundenlang kann er erzählen von den Schwertern mit den Filetstücken in Südamerika, von Palatschinken in Budapest, von Tafelspitz in Wien, von der Seezunge in Barcelona oder Grouper in Florida. Kulinarisch hat er die ganze Welt erkundet, mit Händen, Füßen und Hau-Ruck-Englisch bestellt er schneller die Karte rauf und runter als jeder, der der Landessprache mächtig ist. 

Essen und Reden - die Lieblingsbeschäftigungen des Reiner Calmund. Daran änderte auch sein Abschied von der Fußballbühne nichts. „Ich bin platt“, verkündete er am 8. Juni 2004 einer staunenden Öffentlichkeit und demissionierte als Bayer-Geschäftsführer. Ein Abschied aus der Öffentlichkeit wurde es gleichwohl nicht. „Jetzt wird Dreck gefressen. Teamgeist, Schnelligkeit und Kreativität sind gefragt“, formulierte er nur drei Monate später, als er anlässlich einer Pressekonferenz als „BIG BOSS“ bei RTL vorgestellt wurde. Und auch den Kandidaten dieser Reality-Show macht er verbal mächtig Dampf. „Mit dem, was ihr nicht wisst, kann man Bibliotheken füllen“, schimpfte er und drohte einem der Schlaumeier: „Ich jonn dir gleich an die Gurgel, wenn du dein betriebswirtschaftliches Universitäts-Bla-Bla nit sein lässt.“ Weil: „Ich hab keinen Duden dabei und ich will es auch nicht hören.“

So war er, so ist er, so bleibt er. Reiner Calmund - hart, aber herzlich. 

Einige Zitate:

„Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen“
Standardantwort auf die Frage, warum es Bayer Leverkusen immer wieder gelang der Konkurrenz gute Spieler vor der Nase weg zu schnappen.

"Ich würde am liebsten zu Hause die Rollläden runterlassen, aus der Konservendose essen und mit einem Sack über dem Kopf Feldwege laufen."
Reiner Calmund nach einem 1:3 gegen Cottbus

"Wenn wir am Samstag, sagen wir mal 17:20 Uhr, Deutscher Meister sind, dann können wir feiern bis zur Kreislaufstörung."
So antwortete RC denen, die ihn im Mai 2002 fragten, ob er, angesichts von fünf Punkten Vorsprung, bereits eine Meisterfeier organisiert habe.

"Zum Schluss mussten wir Markus Happe einen Kompass geben, damit er den Weg in die Kabine findet."
So tröstete RC seinen Abwehrspieler, nachdem der gegen Thierry Henry spielen „durfte“

"Wenn für Zé Roberto jemand 30 Millionen bietet, kann er sein Auto putzen und dann ab über die Alpen."
Calli unwirsch über die damaligen Gerüchte, der Brasilianer wollte Bayer verlassen.

"Wichtig ist, dass wir auch kämpferisch überzeugen und nicht nur Eiskunstlaufen machen."
Reiner Calmund vor einem Spiel bei den Bayern.

"Vor meiner Rente werden wir hier in München irgendwann gewinnen."
Nach der achten Niederlage in Folge für Bayer beim FC Bayern.

Wir haben den größten Wurst-Käs (=worst case) verhindert."
Lageeinschätzung bei Bayer 04 nach einem Auswärtssieg

„Wir sind nur die Underducks."

"Wer jetzt noch von der Meisterschaft spricht, der muss ein Diplom von der Tanzschule für Traumtänzer kriegen."

"Wenn kein Sprit im Tank und die Birne leer ist, läuft nichts." 
Über die jeweils aktuelle Verfassung von Bayer 04.

"Volkswagen ist weltweit ein 'Global Player'."
(wo sonst?)


Zitate aus der Sendung „BIG BOSS“

"Verlieren ist nicht schlimm, schlimm ist es nur, wenn man auf dem Boden K.O. liegen bleibt."

"Ich will, dass Sie volles Risiko gehen! Denn viel schlimmer, als zu verlieren, ist, es erst gar nicht gewagt zu haben."

"Bei soviel Rumgejammer vergeht mir bald der Appetit! Und dann werd’ ich richtig ungemütlich."

"Das war gar nicht schlecht. Aber: „Nicht schlecht“, das ist einfach nicht gut genug."

"Ich weiß, dass das nicht so einfach ist, aber wir sind hier nicht in der Krabbelgruppe."

"Das ist kein Grund zum Weinen. Es reicht völlig, wenn mir die Tränen kommen."

"Sie dürfen nicht so verkopft sein. Sie müssen aus dem Bauch reagieren. Sehen Sie mich an!"

Das war von allem etwas – aber von allem zu wenig. Ich will mehr Kopf, mehr Herz, mehr Power.

"Das war ja vielleicht gut gemeint, aber „GUT GEMEINT“ ist noch lange nicht gut genug."

"Ich weiß, dass die Arbeitsmoral in Deutschland besser ist als ihr Ruf. Und Sie, meine Damen und Herren, werden es mir beweisen!"

"Kinder, wenn ich, wie Ihr, ständig Angst vor Blamagen gehabt hätte in meinem Leben, dann wäre ich heute noch B- Jugend Trainer!"

"Ich habe mir jetzt ihre Ausreden angehört. Ich hoffe, bei ihren Lösungsvorschlägen sind sie jetzt genau so leidenschaftlich dabei!"

"Wenn ich nicht wüsste, dass sie es besser können, dann würde ich mich gar nicht so aufregen!"

"Anstatt euch um die Aufgabe zu kümmern, bekämpft ihr euch gegenseitig. Teamarbeit sieht anders aus."

"Fangt mir nicht an mit dem Universitätsblabla. Ich habe keinen Duden dabei und will es auch nicht hören."

"Sie haben durch Luftverdrängung geglänzt!"

"Unser Motto: Nur der frühe Vogel fängt den Wurm!"

"Ich habe bei euch den Eindruck, die Herren Generaldirektoren sitzen hier."

"Wir spielen hier nicht Ringel- Ringel- Röschen, oder Backe Backe Kuchen!"

"Ich habe gesagt in Frankfurt Würstchen verkaufen und nicht in Frankfurt wie Würstchen rumlaufen!"

"Bei eurem Ergebnis kriege ich voll die Kreislaufstörungen!"

"Man muss auch Dreck fressen können!!!!"

"Sie sind schneller draußen, wie sie reingekommen sind!"

"Ich störe ja nur ungern ihren Schlaf – aber gleich schlägt´s 13!"

"Mit dem, was Sie nicht wissen, kann man ganze Bibliotheken füllen!!"

"Trinkste zwei Genever, häste Amsterdam noch leever!"

"Sie haben frei!"