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"Bei Bayer sind zu viele mit sich selbst beschäftigt"
"Bei Bayer sind zu viele mit sich selbst beschäftigt"

Callis Liga-Check Kolumnist Reiner Calmund analysiert den 24. Spieltag


 

Das war schwere Kost, die mein Ex-Klub Bayer Leverkusen mir gegen Werder Bremen vorsetzte. Ich war erstaunt, dass diese Mannschaft so verunsichert spielen kann. Der Kader stimmt personell, alle Leistungsträger des Champions-Teilnehmers wurden – teilweise trotz hoher Angebote – gehalten, ein paar gute Jungs teuer dazu gekauft und mit Kai Havertz und  Benjamin Henrichs zwei Super-Talente integriert. Trotzdem stimmt es seit Monaten nicht, der negative Höhepunkt – die Entlassung von Roger Schmidt – brachte nun auch keine Kehrtwende.   Ich zolle Rudi Völler Respekt für seinen Versuch, Schmidt so lange wie möglich den Rücken zu stärken, zumal der Coach mit Bayer 04 während seiner Amtszeit ausnahmslos im internationalen Wettbewerb vertreten war. Völlers Haltung ist selten geworden in der Bundesliga, für mich aber richtig. Der Wille war da, aber letztlich stimmten in der aktuellen Saison Leistung und Erfolge nicht mehr. Jetzt müssen alle zusammen die Vergangenheit abhaken und den Blick nach vorne richten. Das Team ist nun gemeinsam mit dem neuen Trainer Tayfun Korkut gefordert, den Zug wieder auf die Schienen zu setzen, um zumindest ernsthaft zu versuchen, das Minimalziel Europa League noch zu erreichen.   Dazu gehört Disziplin. Gegen Bremen hatte ich das Gefühl, dass zu viele Spieler mit sich selbst beschäftigt sind, statt der Mannschaft zu helfen. Dabei sind das keine grünen Jungs, Bayer verfügt über einen international erfahrenen Kader. In Madrid können sie Selbstvertrauen tanken, mit einer konzentrierten Leistung. Es geht nach dem 2:4 im Hinspiel nicht um das Viertelfinale. Es geht darum, den Fans zu zeigen, dass man bereit ist, alles zu geben. Im Kopf und mit den Beinen. Davon habe ich am Freitag zu wenig gesehen.

 



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