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"Das ist nicht mehr mein Schalke von früher"
"Das ist nicht mehr mein Schalke von früher"

Callis Liga-Check Kolumnist Reiner Calmund analysiert den 18. Spieltag


Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich als Jugendlicher Fan des FC Schalke gewesen bin. Ich wuchs ja selbst in einer Bergarbeiter-Siedlung auf, auch mein Stiefvater war ein königsblauer Anhänger. Als ich die aktuellen Schalker Freitag gegen Frankfurt verlieren sah, traute ich meinen Augen kaum.

Gehen wir ein Jahr zurück: Damals rangierte die Frankfurter Eintracht nach 18 Spieltagen auf Platz 14 der Tabelle, mit zwei Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Die Schalker waren Sechster im Europa-Cup Bereich, mit zwei Zählern Rückstand auf einen Champions-League-Rang.

Und heute: Umgekehrte Vorzeichen. Was umso sensationeller ist, wenn man sich die Ausgangssituation der beiden Klubs vor Augen führt. Die Eintracht kam aus der Relegation und musste für Kleingeld in ganz Europa einkaufen, bzw. ausleihen. Schalke dagegen: Aufbruchstimmung dank des neuen Vereins-Chefs Christian Heidel, der in meinen Augen trotz der Probleme ein Topmann ist. Millionen wurden ausgegeben für Spieler wie Embolo, Baba, Coke, Konoplyanka, Naldo, Stambouli, Bentaleb, in der Winterpause kamen Badstuber, Burgstaller und Caligiuri dazu. Und es waren ja auch schon ein paar richtig gute da, mit Fährmann, Höwedes, Nastasic, Kolasinac, Goretzka, Meyer, Choupo-Moting und Co.

Alles in allem: Trotz vieler verletzter Spieler ein Favorit auf einen der ersten sechs Plätze. Die Realität sieht anders aus, schlimmer. Schalke ist nicht mehr Schalke, selbst malocht wird nicht mehr wie früher. Die Verantwortlichen sollten schleunigst Analyse betreiben, sonst wird es eng. Die treuen Fans – immer ein Faustpfand– pfiffen sich Freitag die Seele aus dem Leib. Und mittlerweile ist jedem klar, dass nicht alles schlecht war, was Horst Heldt tat. Der verhält sich übrigens in meinen Augen sehr fair und kartet nicht nach.

B.Z. Berlin vom 29.01.2017



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