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"Dieses Nordderby ist endlich wieder ein Kracher"
"Dieses Nordderby ist endlich wieder ein Kracher"

Callis Liga-Check Kolumnist Reiner Calmund analysiert den 29. Spieltag


Ich gebe ehrlich zu: noch vor ein paar Wochen hätte ich einiges daraufgesetzt, dass niemand sich in dieser Saison für das Nordderby zwischen Bremen und Hamburg interessiert, außer den Beteiligten selbst. Ich habe mich geirrt und das liegt am tollen Aufschwung beider Teams. Die Traditionsklubs aus dem Norden haben sich berappelt. Und das Derby interessiert wieder bundesweit.

Mit 20 Punkten aus elf Spielen gehören beide in der Rückrunde hinter dem FC Bayern, aber gleichauf mit den Champions League Anwärter  BVB und Hoffenheim, zu den Spitzenteams. Das war nicht zu erwarten, vor allen Dingen nicht vom HSV.  Dem katastrophalen Start in die Saison mit zwei Punkten aus zehn Spielen (!), der normal zum Abstieg führt, folgte ein personeller Gewaltakt: zunächst der neue Trainer, dann das neue Management, schließlich noch ein paar neue Spieler. Markus Gisdol startete mäßig, heute kann man davon ausgehen, dass er genau diese Zeit brauchte, um das Team zu packen, ihm Leben einzuhauchen, Aggressivität und Laufbereitschaft zu vermitteln. Von diesen Eigenschaften - gepaart mit Teamgeist und taktischer Disziplin - lebt der HSV. Mit Gisdol den Vertrag zu verlängern war ebenso richtig wie die Installierung von Heribert Bruchhagen. Seitdem der Haudegen am Ruder ist, spricht die Hamburger Vereinsführung mit einer Zunge – wohltuend, beruhigend. Gemeinsam mit Jens Todt und dank der Großzügigkeit von Klaus-Michael Kühne wurde im Winter intelligent eingekauft: Mavraj und Papadopoulos sind Mentalitäts-Monster, Wallace ein veranlagter Spieler mit großer Perspektive.  

Egal, wie das Spiel ausgeht. Die beiden Nord-Teams werden mit dem Abstieg vermutlich nichts mehr zu tun haben. Und die Ruhe hoffentlich dazu nutzen, auf der jetzt gelegten Basis ordentlich auszubauen. Nur so kann es demnächst wieder ein Stück nach oben gehen.

B.Z. Berlin vom 16.04.2017



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