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"In Leverkusen ist jetzt eine schonungslose Analyse nötig"
"In Leverkusen ist jetzt eine schonungslose Analyse nötig"

Callis Liga-Check Kolumnist Reiner Calmund analysiert den 19. Spieltag


Ich gebe ehrlich zu, ich saß am Freitag geschockt vor dem Fernseher. Was Bayer Leverkusen in Hamburg ablieferte, hatte mit Qualität nichts zu tun. Eine mickrige Torchance in 90 Minuten, langweiliger Schlafwagenfußball, ich konnte kaum glauben, was ich da sah. Und da soll mir auch keiner damit kommen, dass Hakan Calhanoglu gefehlt hat.

Das 0:1 beim HSV war die negative Krönung dieser Saison. Neun Pleiten nach 19 Spielen, von 57 möglichen Punkten schlappe 24 geholt – das sind 42 Prozent. Dabei startete Bayer Leverkusen – auch nach eigener Auffassung – mit einem erstklassigen Kader. Toprak, Brandt und Bellarabi wurden nicht verkauft. Leno verlängerte, Baumgartlinger, Volland und Dragovic kamen für viele Millionen Euro– bis heute steht national nichts als Frust. Dass man es besser kann, bewiesen die Spieler in den Top-Spielen gegen die Bayern oder Dortmund und in der Champions League, in der man gegen Monaco (1. in Frankreich), Tottenham (2. in England) und ZSKA Moskau ( 1. in Russland) ungeschlagen das Achtelfinale erreichte.

Wichtig ist jetzt eine schonungslose Analyse, in der keiner außen vor bleiben darf. Ich habe seit Freitag große Zweifel, dass die Aufholjagd Richtung Europa diesmal wieder klappt. Der HSV war der verdiente Sieger. Markus Gisdol hat seinem Team klar gemacht, worauf es im Abstiegskampf ankommt. Alles was dem HSV in Ingolstadt gefehlt hat wurde gegen Bayer Leverkusen umgesetzt: Spielordnung, Willen, Biss, Kampf, Disziplin, dass ist die simple erfolgreiche Formel, um das rettende Ufer zu erreichen. Vor allen Dingen freue ich mich für den Siegtorschützen Kyriakos Papadopoulos. Nach den vielen Verletzungen, Operationen und Ausfällen hatte ich ihm diese Leistung noch nicht zugetraut. Ich drücke „Papa“ die Daumen, dass es so weiter geht, seine Leistung und das Ergebnis warsicherlich Balsam auf die vielen Wunden.

B.Z. Berlin vom 05.02.2017



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