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"Watzke und Zorc sind keine Schlüsselanhänger"
"Watzke und Zorc sind keine Schlüsselanhänger"

Callis Liga-Check Kolumnist Reiner Calmund analysiert den 31. Spieltag


Pils statt Weißbier - das läuft heute bei den Dortmunder Fans in Strömen. Gerade mit dem 2:1 Sieg beim Erzrivalen Schalke 04 gewinnt der BVB mit ziemlicher Sicherheit nicht nur erneut die Meisterschale, es bedeutet für alle Borussen Anhänger auch Ostern, Weihnachten und pure Glückseeligkeit.
Die Schwarz-Gelben haben nicht nur die größte Fankurve der Welt, der Klub strahlt etwas aus. Präsident Aki Watzke ist ein hervorragender Kaufmann, aber eben nicht nur. Er ist geerdet und ein Fußball-Verrückter durch und durch. Der BVB hat flache Hierarchien und alles spricht mit einer Zunge – ich gehe mal davon aus, dass es die von Jürgen Klopp ist, aber Watzke und Sportdirektor Michael Zorc sind beileibe nicht die Schlüsselanhänger des mächtigen Trainers.
Mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Meister-Coach Jürgen Klopp, dem stark umworbenen Mario Götze und der Verpflichtung von Marco Reus haben Watzke und Co. die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.
Den Titel hat seit sechs Jahren kein Team mehr verteidigt. Die letzten, die es schafften, waren die Bayern 2005 und 2006. Dortmund packt es, obwohl zeitweise das halbe Mittelfeld weg brach: Nuri Sahin ging nach Madrid, Mario Götze verletzte sich schwer, Ilkay Gündogan musste langsam herangeführt werden, Sven Bender fiel zweimal mehr oder weniger lange aus – einfach war es nicht für Klopp.
Ganz andere Probleme gibt es im bitterkalten Keller der Tabelle. Nach den Erfolgen vom HSV und Augsburg funken der 1.FC Köln und Hertha SOS - trotz des beachtlichen 3:3 mit 10 Mann in Leverkusen. Die Berliner müssen jetzt ihre beiden letzten Heimspiele gegen Absteiger Kaiserslautern und Hoffenheim unbedingt gewinnen, um zumindest in die Relegation zu kommen. Leichter gesagt, als getan. Aber nur dann ist alles möglich.
 



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