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Don Calli macht die Liga rund (27)
Don Calli macht die Liga rund (27)

"Irres Millionen-Roulette" - Reiner Calmund schreibt im EXPRESS


Jetzt ist die Liga nix mehr für zarte Gemüter. Im Gegenteil: echte Zocker sind gefragt. Denn was wir hier auf allen Ebenen erleben ist das irrste Millionen-Roulette, was die Liga je erlebt hat! Sechs Klubs kämpfen oben auf Augenhöhe um vier Plätze im europäischen Geschäft plus UI-Cup. Da kann jeder Spieltag die Kugeln neu durcheinander wirbeln. Schalke ist nach dem 1:0-Sieg plötzlich Zweiter mit 48 Punkten. Hatten die nicht zuletzt Trainer Mirko Slomka zum Abschuss auf die Lichtung gestellt? Hamburg und Bremen folgen mit 47 Punkten. 

Da sind die Leverkusener heute in Dortmund mächtig unter Druck. Gewinnen sie, kommen sie auch auf 47 Punkte. Monopoly in echt sage ich da nur– ein Sieg oder eine Niederlage entscheiden in der heißen Phase über den Platz an der Sonne im Fußball-Geschäft, über emotionale Euro-Abende und über zweistellige Millionen-Beträge haben oder nicht haben. Also ganz ehrlich: Ich bin froh, dass ich nicht mehr so dick drin bin im Geschäft. Zu meiner Zeit als Leverkusen-Manager habe ich in solchen Phasen sogar noch nachts unter der Bettdecke weitergespielt. Und ob Stevens, Allofs, Slomka, Völler oder auch die Spieler – alle echten Profis, die mit Herzblut für den Klub marschieren, denen geht’s nun ähnlich. Die werden auch nachts noch weiterspielen. Aber die Nerven darf keiner verlieren. Vorne ist das ja noch positive Spannung. 

Das Roulette in den unteren Regionen gönne ich nicht mal meinem ärgsten Feind. Das ist ja wie Horror im Grusel-Kabinett auf der Geisterbahn, da geht’s um Existenzen. Der Abschied von der höchsten Fußball-Bühne droht. Statt Frankfurter Oper nur noch Provinz-Theater. Und der Abstieg bedeutet auch Verluste in zweistelliger Millionen Höhe. In dem Zusammenhang ist es total krank, dass Nürnberger Fans mit Leuchtrakten einen Spielabbruch provozieren. Das hätte ihrem Verein drei wichtige Punkte kosten können. Ich verabscheue sowas. Da gibt’s nur eins: Vollidioten ermitteln, Deutschlandweites Fußballverbot und nie mehr mit einem Nürnberg-Trikot und Fahne ins Stadion lassen. 

Nur die Bayern haben mal wieder ganz andere Probleme. Nachdem Bald-Trainer Jürgen Klinsmann sich schon auf die Tribüne setzte, hat Oliver Kahn ihn kräftig abgewatscht. Die werden mit Sicherheit kein Liebespaar mehr. Natürlich hat Kahn recht: Klinsi verstößt gegen ein ungeschriebenes Gesetz, aber die Bayern sollen jetzt mal alle den Ball flach halten. Als sie gegen Cottbus und Nürnberg insgesamt ein schlappes Pünktchen ergurkten, war Klinsmann gar nicht da. Die Bayern dürfen sich jetzt in Klinsi kein Alibi suchen, sondern müssen auf dem Platz endlich wieder Gas geben. Am besten aus deutscher Sicht schon in dieser Woche in Getafe.



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