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"Hertha sitzt weiter im Zug in Richtung Europa"
"Hertha sitzt weiter im Zug in Richtung Europa"

Callis Liga-Check Kolumnist Reiner Calmund analysiert den 21. Spieltag


Was für eine Enttäuschung, was für eine Schlussminute im altehrwürdigen Olympiastadion! 95 Minuten, die es in sich hatten. Von wegen „Alte Dame“. Die Hertha lieferte einen unglaublichen Fight, auch wenn es am Ende ein unglückliches Unentschieden war: Die Berliner sitzen weiter im Zug Richtung Europa, stabilisieren sich auf gutem Niveau.

Wer damit rechnete, dass Pal Dardais Jungs gegen die Bayern böse einknicken, wurde eines Besseren belehrt. Das war ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass diese Mannschaft die Grundtugenden beherrscht. Das muss nun Selbstvertrauen für das letzte Drittel der Saison geben, es wird ein heißer Kampf, weil Teams wie Leverkusen und möglicherweise Mönchengladbach und Schalke noch von hinten Ehrgeiz entwickeln, die drohende Enttäuschung doch noch abzuwenden.

Die Hertha präsentierte sich gegen die Bayern clever: immer genug Leute hinter dem Ball, ruhig im Aufbau und gefährlich bei den wenigen Torchancen. Besonders gefreut habe ich mich für Vedad Ibisevic. Nach 656 Minuten Torflaute in sieben Spielen traf er in Mittelstürmermanier genau zum richtigen Zeitpunkt. Er roch, wo die Kugel hinkam und bewies, dass er nichts verlernt hat. Zudem präsentierte er sich als wahrer Kapitän. Die Datenbanken spuckten nach 86 Minuten für ihn eine absolvierte Laufstrecke von fast 12 Kilometern aus – das dürfte Rekord für einen Mittelstürmer sein. Dass am Ende die Kräfte schwanden, ist nach solch einer intensiven Laufeinheit völlig klar.

Nur so – mit Einsatz, Leidenschaft und jeder Menge Herzblut - kann man die Bayern ärgern – wenn auch nicht bezwingen! Die Hertha war an diesem Samstag ein Vorbild für die ganze Liga. Dennoch: Die Bayern sind trotz des Remis für mich weiter der Top-Favorit auf den Titel. Doch nach der Gala in der Champions League gegen den FC Arsenal fehlte in Berlin der letzte Pep.

B.Z. Berlin vom 19.02.2017

 



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