Calli on Tour

Calli on Tour
twitter rss facebook myspace youtube xing

Twittpic

twitpic
TwitPic

Twitter

Calli zwitschert mit

Reiner Calmund nutzt den "Micro-Blogging"-Dienst Twitter » weiterlesen

Suche

suche

Archiv

"Magath-Opfer Helmes tut mir leid!"
"Magath-Opfer Helmes tut mir leid!"

Don Calli macht die Liga rund (20) - Reiner Calmund schreibt im Express


Bevor das Transferfenster diese Woche geschlossen wurde, entfachten die Beteiligten noch einmal ordentlich Durchzug. Was die Neuzugänge den Klubs bringen, muss abgewartet werden.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Mal geht’s gut, mal eben nicht. Das Managerleben unterscheidet sich nur wenig vom richtigen Leben…

Mitgefühl empfand ich am Dienstag für Patrick Helmes. Der Ex-Kölner war einer von 37 Spielern, die auf der allerletzten Transferliste erschienen. Wer da drauf steht, der will weg – ganz klar. Und der Verein ist auch bereit, denjenigen abzugeben. Denn beide Seiten müssen einer Aufnahme auf der Transferliste zustimmen.

Als um 18 Uhr die Schotten dicht waren, hatte Helmes immer noch den gleichen Arbeitgeber – den VfL Wolfsburg. Dessen Boss Felix Magath halte ich für einen der besten und erfolgreichsten Trainer des vergangenen Jahrzehnts, ohne Wenn und Aber.

Aktuell würde ich ihm allerdings etwas Altersmilde wünschen. Warum ließ er Helmes nicht gehen? Eintracht Frankfurt hätte bei einer Ausleihe das Wolfsburger Budget immerhin um eine gute Million Euro entlastet.

Außerdem wäre Helmes sinnvoller beschäftigt gewesen und – ein paar Törchen vorausgesetzt – im Sommer auf jeden Fall auf dem Transfermarkt wertvoller als jetzt.

Dass er nun in Wolfsburg wieder mit trainieren soll, entlockt mir keinen Beifall. Darauf hat er laut Arbeitsvertrag ohnehin das Recht. Trotzdem gab es jetzt einen Silberstreif am Horizont:

Der eigenwillige Felix hat ihn am Dienstag um 12 Uhr zu einem Wechsel auf die Transferliste gesetzt, dann bis 18 Uhr einem Wechsel nicht zugestimmt und ab Mittwoch Helmes sogar einen Einsatz gegen Mönchengladbach in Aussicht gestellt. Magath ist halt wie der große deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer, ganz nach dem Motto „Was stört mich mein Geschwätz von gestern?“.

Ein anderer Fall ist der Koreaner Chong Tese. Der Junge vom VfL Bochum ist sicherlich kein Poldi-Ersatz, und es gab rund um den 1. FC Köln enttäuschte Gesichter, dass Sportdirektor Finke kein größeres Kaliber für den Angriff verpflichtete.

Dass der Transfer auch Trainer Stale Solbakken überrascht haben soll, verwundert mich. Aber da müssen sich die Beteiligten auf eine Sprachregelung einigen – und zwar schnell. Tese ist ein disziplinierter und charakterlich einwandfreier Kämpfer. Ich hoffe für ihn, dass er einigermaßen einschlägt, und wünsche mir, dass die Kölner Fans und auch die Sportredaktionen die Messlatte nicht zu hoch hängen.
In den vergangenen Tagen ist eine Menge über Michael Ballack gesprochen und geschrieben worden. Da war viel dummes Zeug dabei, aber auch einiges, das zutraf. Für mich kann ich sagen: Ich habe Michael Ballack als intelligenten, ehrgeizigen Jungen kennen gelernt. Ich habe auch registriert, dass er mit den Jahren etwas halsstarrig, stur und uneinsichtig wurde.

Auf dem Platz präsentierte er sich gerne mit Kasernenhofton, was übrigens in der Geschichte des Fußballs die meisten wirklich Großen charakterisierte und seine ehemaligen Mitspieler wie Ramelow, Schneider, Kirsten und Scholl nicht störte. Er kann ein kleines Ekelpaket sein, und ich habe Verständnis dafür, dass nicht jeder damit klarkommt.

Was mich angeht, muss ich allerdings sagen: Michael hat sich, egal, ob wir uns in München, London oder Düsseldorf gesehen haben, mir gegenüber immer als perfekter, herzlicher Gastgeber und respektvoller Gesprächspartner gezeigt!
Es wäre sinnvoll, jetzt endlich Dampf aus der Sache zu nehmen und die Giftpfeile im Köcher zu lassen, wie Rudi Völler es gefordert hat. Bayer braucht bis zum Saisonende nicht nur den erfahrenen Ballack, sondern vor allem auch Ruhe in der Mannschaft und im Klub.



Beitrag mit anderen teilen:
twitterfacebookmyspace