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XXL-Manager: So kommt der FC raus aus der Krise
XXL-Manager: So kommt der FC raus aus der Krise

Reiner Calmund im Interview mit EXPRESS


Köln - Null Punkte, 1:12 Tore, der schlechteste Saisonstart aller Zeiten. Gegen Eintracht Frankfurt soll am Mittwochabend die Wende her. XXL-Manager
Reiner Calmund glaubt fest daran, dass der 1. FC Köln sich fangen und im Mittelfeld landen kann. „Dafür muss jetzt erst recht das kölsche Motto gelten: Mer stonn zesamme!“

Herr Calmund, der FC hat einen kompletten Fehlstart hingestellt. Sie kennen es aus eigener Erfahrung, wenn man in der Negativspirale steckt. Wie beurteilen sie die Situation beim FC?
Der FC hatte kein leichtes Auftaktprogramm mit den Auswärtsspielen in Mönchengladbach und Dortmund, dazu die unglückliche Heimpleite gegen den HSV. Die Niederlage in Augsburg war in der Tat bedenklich, da lief kaum etwas zusammen. Doch man sollte jetzt den Blick nach vorne richten. Die Grundformel in dieser Situation muss der Text der Hymne sein: Mer stonn zo dir, FC Kölle!

Überrascht es Sie, dass der Klub sich so schwertut?

Trainer Peter Stöger hat ja schon vor der Saison Platz 9 als ein realistisches Ziel eingeschätzt. Wenn es mal gegen dich läuft, ist auch Platz 12 oder 13 drin. Wenn das dann so eine Eigendynamik bekommt, kann es auch noch schwieriger werden. Da muss man schauen, dass die Erwartungshaltung nicht zu hoch ist.

Tun Sie da nicht den Fans Unrecht? Ich glaube, die wären froh, wenn man einigermaßen sicher in der Liga bleibt.

Vielleicht haben Sie Recht. In den letzten drei Tagen haben mich bestimmt 50 Leute gefragt: Was ist denn mit dem FC los. Aber nie böse, sondern wohlwollende SOS-Stimmung.

Muss man erst wieder lernen, mit Misserfolg umzugehen?

Man sollte sich nicht dran gewöhnen, aber man muss wissen: Im Fußball gibt es nicht nur Sonnenschein. Der FC ist aus sportlich und wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen in vier Jahren nach Europa durchmarschiert. Da ist man verwöhnt. Aber irgendwann gibt es bei jedem Verein auch mal Rückschläge. Außer Bayern, Dortmund und aktuell vielleicht Leipzig ist keiner vor einer solchen Situation gefeit.

Was muss man ändern?
Erst einmal keine Schuldigen suchen, das hilft jetzt nicht. Das fängt bei Jhon Cordoba an. Ich halte ihn für einen guten Spieler. Es war klar, dass er nicht Modestes Torquote haben würde. Aber die hätte wohl auch Modeste selbst nicht noch ein Jahr gehabt.

Wie schwer wiegt der Ausfall von Jonas Hector?

Er ist mit seiner Erfahrung als Stammspieler der Nationalelf natürlich einer, dessen Ruhe fehlt, dessen Wort Gewicht hat.

Wie wichtig ist es, endlich was Zählbares in Händen zu halten?

Wir können alle viel reden, doch es gibt keinen Ersatz für Punkte. Jetzt kommt mit Frankfurt ein schwieriger Gegner. Sie waren die schlechteste Mannschaft der Rückrunde, aber ich habe sie im Sommer in der Vorbereitung gesehen: Sie haben eine gute Mischung gefunden und mit Kevin-Prince Boateng einen Führungsspieler, der da irgendwie reinpasst.

Auf solche Leihspieler hat der FC verzichtet. Hätte man so nicht dem Kader noch Qualität zuführen können?
Es ist müßig, darüber zu diskutieren, da bis zum Winter an dem Kader ohnehin nichts mehr geändert werden kann. Man brauch‘ jetzt nicht hinter abgefahrene Züge in die Gleise springen.

Wie kommt man da unten raus?

Es wird es darauf ankommen, dass man in schwierigen Zeiten zusammensteht. Ich bin überzeugt, dass das Team, die Verantwortlichen und auch die Fans ihren Verein genauso nach vorne bringen wie auf der vierjährigen Reise aus dem Profi-Fußball-Keller nach Europa. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen.

 

Kölner Express vom 20.09.2017

 

 



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