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25 lange Jahre geübt und geübt...
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Reiner Calmund "Geniesser des Jahres 2006"


Große Ehre, wenn auch logische Folge, weil er seine Leidenschaft nicht verbergen kann. Reiner Calmund isst gerne, gerne gut und am liebsten genießt er. Schnelles Essen zum Zwecke der Nahrungsaufnahme ist ihm ein Gräuel, dies blieb auch den Verantwortlichen des Busche-Verlags nicht verborgen. Dieser Verlag kombiniert in jedem Jahr das Erscheinen seines Gastro-Atlasses mit der Kürung dieses Titels. 

Passenderweise in der Botschaft der russischen Föderation in Berlin bekam NRW-WM-Botschafter die begehrte Auszeichnung verliehen und machte in seiner kurzen Dankesrede keinen Hehl aus seiner Genusssucht: "Ich habe keinen genetischen Fehler und auch keine Drüsenkrankheit - ich bin so dick, weil ich gerne gut esse!" Die Anwesenden, unter ihnen die Starköche Harald Wohlfahrt (Traube, Tonbach und Schwarzwaldstube, Baiersbronn), Heinz Winkler (Residenz, Aschau) und Hans Haas (Tantris, München) sowie die besten Sommeliers und Barkeeper der Republik, freuten sich ob so viel Ehrlichkeit und werden sich sicherlich noch mehr ins Zeug legen, wenn "Calli" demnächst bei ihnen auftaucht. 

Eine besondere Freude am Rande bereiteten die Juroren Calmund mit der Wahl des "Hotel Palace" an der Budapester Straße in Berlin-Charlottenburg. Dessen Direktor Kurt Lehrke wurde außerdem zum "Gastgeber des Jahres" gekürt. Calmund hegt eine besondere Beziehung zum "Palace", Lehrkes Vorgänger Karl Stiehle war eng befreundet mit ihm. So vergaß Calmund den viel zu früh Verstorbenen nicht in seiner Dankesrede: "Lieber Karl, ich weiß, du sitzt oben auf einem Stern und schaust uns zu und wirst nach dem großen Erfolg deines Hotels sagen: "Kommt, Jungs, lasst uns einen Jahrgangschampagner trinken!" Von dem gab es beim anschließenden Fest im "Palace" reichlich, Küchenchef Matthias Buchholz, auch er Sternekoch, verwöhnte die anspruchsvollen Gäste unter anderem mit lauwarmen bretonischem Hummer, Störtatar mit Kaviar oder Rehsülze mit Preiselbeer-Vinaigrette. Alles in allem ein Abend nach "Callis" Geschmack, der freut sich heute bereits auf das kommende Jahr, als Preisträger wird er dann die Laudatio auf seinen Nachfolger halten.



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