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Hart aber fair
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Reiner Calmund zu Gast bei Frank Plasberg


Gemeinsam mit Hellmuth Karasek (Schriftsteller und Literaturkritiker), Hans Leyendecker (Süddeutsche Zeitung), Thomas Strunz (Ex-Nationalspieler und zuletzt Manager des VfL Wolfsburg) und Christine Westermann (WDR, "Zimmer frei") diskutierte NRW-WM-Botschafter Reiner Calmund am 7. Juni unter der Moderation von Frank Plasberg in dessen Talkshow "Hartaberfair" über die Fußball-WM. Wie so häufig in den vergangenen Monaten vertrat Calmund auch hier seinen Standpunkt, der vor allen Dingen eines beinhaltet: "Schluss mit der Miesmacherei, keine Chance den Chefbedenkenträgern!" 

In diesem Sinne verteidigte Calmund auch Positionen des von verschiedenen Seiten scharf kritisierten Weltfußball-Verbandes FIFA. So beispielsweise beim Thema Kommerz: "Die FIFA will das Optimum, nicht das Maximum. Es wird ja nicht jeder Klodeckel vermarktet und nicht jede Mülltonne. Entscheidend ist, was mit dem Geld passiert." Insider Calmund schlüsselte auf, wohin der Gewinn von mehreren hundert Millionen Schweizer Franken, der bei dieser WM erzielt wird, fließt. So bekommt jeder Kontinentalverband 10 Millionen Euro, jeder Nationalverband eine Million.Für soziale Projekte in der Dritten Welt würden große Summen ausgegeben, als Beispiel nannte Calmund das Projekt "Goal", für das in vier Jahren 100 Millionen Euro aufgebracht wurden.

Die FIFA habe mehr Mitglieder als die Vereinten Nationen, unterstütze Hilfsprojekte in der ganzen Welt. Außerdem sei die WM der Senioren das einzige Gewinn-Geschäft des Verbandes: "Dadurch wird aber der gesamte Spielbetrieb finanziert, von der U17-WM bis zur Weltmeisterschaft der Damen." Aus all diesen Gründen sei es das gute Recht der FIFA, ihren Sponsoren Exklusivität zu sichern: "Das sind alles Global Player, die sehr viel Geld in den Fußball stecken, die verdienen sich das." Weil im Ergebnis reale Wirtschaftshilfe stehe, weil sich Länder in Afrika oder Asien auch durch den Fußball positiv entwickeln, weil die FIFA es mit ihrem Weg geschafft hat, ihren Sport weltweit flächendeckend zu positionieren als Weltsport Nummer eins, sei die oberflächliche Kritik am Finanzgebaren nicht zulässig. "Das Ergebnis", so Calmund, "ist positiv. Wirtschaftlich, sozial, gesellschaftlich. Und der Fußball fördert darüber hinaus das Selbstbewusstsein geschundener Nationen."

Calmund betonte erneut, dass es für Deutschland in diesen Tagen nicht allein darum gehen kann, sich als perfekt organisiertes Land mit einer tollen Infrastruktur und topmodernen Stadien zu präsentieren. "Wichtiger ist Offenheit, Toleranz, Freundlichkeit. Nicht nur den teilnehmenden Mannschaften gegenüber, alle verdienen einen perfekten Gastgeber." Dann, so Calmund, würde diese WM über das 1:0 hinaus zu einem Freudenfest und friedlichem Get-together aller Nationen, Kulturen, Hautfarben und Religionen: "Wenn wir das gut hinkriegen, dann ist das mehr wert als ein WM-Titel!"



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