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Calli's Confed-Cup
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Zwei Wochen Mini-WM im Tagebuchstil (Teil 1)


Endlich geht’s los. Natürlich ist die „Mini-WM“ nur ein Vorgeschmack, aber wer wie ich die Vorzüge einer guten Vorspeise zu schätzen weiß, der kann nachvollziehen, warum ich mich so freue auf dieses Turnier. Und standesgemäß beginnt es für mich: Im Rüdesheimer Schloss. Meinen Freunden von „FUJIFILM“ habe ich meine Sicht der Dinge zum Thema WM und Sponsoren dargelegt. Pünktlich zur Eröffnungsfeier waren wir im Stadion, das mir sehr gut gefällt, da haben sich die Frankfurter ein wirkliches Schmuckkästchen hingestellt. Das Spiel selbst hat mich ein paar Pfund gekostet, fast wären wir gegen die „Kängurus“ ins Stolpern geraten. Aber: Aller Anfang ist schwer, dies gilt für fast jeden Favoriten bei fast jedem Turnier. Der 4:3-Sieg brachte immerhin viele Tore, schöne Unterhaltung und jede Menge Diskussionsstoff. 

16. Juni 2005
Schön, "meine Brasilianer" wieder zu sehen


Mit dem Zug geht’s von Frankfurt nach Leipzig. Ich freue mich auf „meine Brasilianer“. Emerson, Lucio, Zé Roberto, Juan – sie alle haben wir damals nach Leverkusen gelotst, sie auf einem wichtigen Stück ihres Karriereweges begleitet. So etwas verbindet. 

Für „PREMIERE“ analysiere ich das Spiel des fünffachen Weltmeisters gegen den Überraschungs-Europameister Griechenland. Der letztlich klare Sieg und die große Überlegenheit der Brasilianer hält die Atmosphäre im Studio locker, es macht Spaß, sich mal auf dieser Ebene mit Journalisten zu unterhalten. Früher sah man sich meist in einer Verteidigungsposition, diesmal ging es ganz easy nur um das Geschehen auf dem grünen Rasen. Ich hoffe, den Zuschauern hat es ebenso viel Spaß gemacht wie mir. Den Griechen sicher weniger, denn die hatten nicht wirklich eine Chance gegen die Brasilianer. Für meinen Freund Otto Rehhagel tut’s mir Leid, aber ich denke, der kann es verkraften.

17. Juni 2005
Stress pur – meine Drei-Städte-Tour


In Leipzig besuchte ich gemeinsam mit Ex-Arbeitsminister Dr. Norbert Blüm einen integrativen Kindergarten (s. News), von dort ging es dann mit dem Flieger nach Köln.

Die Domstadt kann sich seit heute rühmen, als einzige der 12 WM-Städte einen „WM-Bus Köln 2006“ ihr Eigen zu nennen. Eine tolle Idee, zu deren Vorstellung ich gerne kam. Im Inneren des Doppeldeckers kann man auf einem gigantischen Bildschirm WM-Filme sehen, oben ist eine nette Lounge sowie eine Coca-Cola-Theke. Wichtig aber ist, dass Mitinitiator „KölnTourismus“ mit Infomaterial und Tipps den Gästen aus aller Welt weiterhilft. Um die Leute in der Region auf die WM einzustimmen, wird er in den Monaten bis zur WM durch Köln und Umgebung düsen, an stark frequentierten Plätzen, Fußgängerzonen oder Einkaufszentren halten. Eine gute Sache, finde ich, ein toller Werbeträger für Köln und die WM. 

Von Köln aus ging es weiter nach Gelsenkirchen zum Promi-Talk in der „ArenaAufSchalke“. Dort hatte sich eine illustre Runde eingefunden, die das Thema „Quo vadis Ruhrgebiet – Ist der Sport der Rettungsring“ diskutierte. Gemeinsam mit Rudi Assauer (Schalke-Manager), Dr. Stephan Holzhoff-Pförtner (Anwalt und Gesellschafter der WAZ), Mario Ohoven (Präsident des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft) und Unternehmer-Ikone Klaus Steilmann saß ich in der Runde, die Diskussion wurde engagiert geführt, aber auch amüsant, provokant – auf jeden Fall kurzweilig. Einig waren sich alle Teilnehmer darin, dass die Gründung einer „Großstadt Ruhegebiet“ vorangetrieben werden muss, das Kirchturmsdenken muss endlich aufhören.



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