Calli on Tour

Calli on Tour

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

» Termine


Twitter

Calli zwitschert mit

Reiner Calmund nutzt den "Micro-Blogging"-Dienst Twitter » weiterlesen

twitter rss facebook myspace youtube xing

Suche

suche

Print

"Ein neues Stadion bringt Hertha den zwölften Mann"
"Ein neues Stadion bringt Hertha den zwölften Mann"

Callis Liga-Check Kolumnist Reiner Calmund analysiert den 26. Spieltag


So sehr die - angesichts der personellen Probleme - logische Heimpleite gegen Hoffenheim schmerzt, umso mehr bin ich davon überzeugt, dass es bei der Hertha nach vorne geht. Und deshalb halte ich die Diskussion um das neue Stadion für sehr wichtig. Ich gebe zu - in meiner Brust schlagen zwei Herzen. Mit dem Olympiastadion verbinde ich viele persönliche Highlights. Ob das erste Spiel nach dem Mauerfall im November 1989 zwischen der Hertha und Wattenscheid vor rund 60 000 Zuschauern, Kinder - das war Emotion pur. Oder 2006 der Sieg gegen Argentinien bei der WM, danach das Finale mit Zidanes Ausraster und natürlich die Pokal-Endspiele mit Bayer Leverkusen 1993 und 2002-Jubel beim Sieg über Herthas Amateure und Trauer bei der Niederlage gegen Schalke.

Die Gegner eines Neubaus verweisen auf die Gelder, die zu WM 2006 in das Olympiastadion gesteckt wurden. 250 Millionen kostete die Renovierung der 5-Sterne-Arena. Dennoch schlägt auch mein zweites Herz und vor allem mein Verstand für ein neues Fußball-Stadion. Hertha BSC hat als einziger Bundesligist kein reines Fußball-Stadion ohne Laufbahn. Das ist ein klarer Wettbewerbs-Nachteil, nur eine moderne Multifunktionsarena sichert höhere Einnahmen und der Hertha bessere sportliche Perspektiven. Viele Zuschauer, vor allem in der Kurve, sitzen zu weit vom aktuellen Geschehen weg und können die Zweikämpfe, Dramatik, Power und Emotionen nicht aus der Nähe sehen und spüren. In der heutigen Zeit sind solche Bedingungen bei großen Veranstaltungen nicht mehr tragbar. Damit geht den Stadion-Besuchern der direkte Bezug zum Spiel und vor allem zu ihrem Team vorloren. Durch dieses Manko fehlen die Fans der Hertha als starker zwölfter Mann. Die Nähe zu den Spielern garantieren mehr Stimmung, Atmosphäre, Zusammenhalt und Unterstützung. Mein Fazit: Nicht quatschen-machen! Also: Ran an die Bouletten.

B.Z. Berlin vom 2.04.17

 



Beitrag mit anderen teilen:
twitterfacebookmyspace