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"Hoeneß ist nicht als Grüß-August gewählt worden"
"Hoeneß ist nicht als Grüß-August gewählt worden"

Callis Liga Check-Kolumnist Reiner Calmund analysiert den 12. Spieltag


Fast 100 Prozent Zustimmung - Uli Hoeneß ist zurück in der Bundesliga, wurde von den Mitgliedern des FC Bayern München am Freitag eindrucksvoll als Präsident wiedergewählt. Er hatte seine Rückkehr angekündigt, damals, vor knapp drei Jahren, bevor er seine Gefängnisstrafe antrat. Dieser Fehler ist nun korrigiert und Hoeneß ist wieder bereit.
Warum tut er sich das an? Warum genießt er nicht den Ruhestand? Ganz einfach: Er ist noch nicht bereit dazu. Uli Hoeneß braucht den FC Bayern wie die Luft zum Atmen. Und der FC Bayern kann einen wie ihn immer noch sehr gut gebrauchen.

Was für ein Zufall, dass ausgerechnet jetzt sportlich ein paar Dingen aus den Fugen geraten sind. Der Tabellenführer kommt aus Leipzig, nicht aus München. Uli wird in die Mannschaft hineinhören, er wird ausloten, wo es hakt. Er füllt dank seiner Präsenz, seiner Erfahrung und seiner Erfolge eine Lücke, die nach Matthias Sammers Weggang entstand und von Karlheinz Rummenigge, dem Vorstandsboss, nicht gefüllt werden kann. Der hat mit dem operativen Geschäft genug zu tun und wird dankbar sein für diese Hilfe, die den emotionalen Part beim Weltklub FC Bayern mit über 600 Millionen Euro Umsatz gerne übernimmt.
Uli Hoeneß ist zurück - den Menschen, die das skeptisch sehen, sei dies unbenommen.

Ich freue mich darüber. Die Bundesliga war ärmer ohne ihn. Wir werden sehen, wie er sich präsentiert. Er wird gestalten wollen, er wird Missstände klar ansprechen, er wird auch - aber sicher nicht nur - repräsentieren. So darf man auch sein Ansinnen verstehen, wieder Vorsitzender des Aufsichtsrates zu werden. Als Grüß-August ist ein Uli Hoeneß nicht zu gebrauchen und nicht geboren. Und sicher auch nicht gewählt worden.

B.Z. Berlin vom 26.11.16



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