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"Wagner ist als Stoß-Stürmer einer für Jogi"
"Wagner ist als Stoß-Stürmer einer für Jogi"

Callis Liga-Check Kolumnist Reiner Calmund analysiert den 15. Spieltag


Fehlentscheidungen hin, den Ärger darüber her – das Spiel am Freitag war attraktiv und unterhaltsam, ich hatte richtig Spaß vor dem Fernseher. Der Platzverweis für Marco Reus war deutlich falsch, das Foul von Sandro Wagner sah ich auch erst nach der zweiten Wiederholung.

Ich denke, wir warten alle auf den Videoassistenten und hoffen, dass es besser wird. So lange konzentrieren wir uns auf den Fußball. Und da kommt man zu dem Schluss: Hoffenheim macht es in dieser Saison richtig gut. Wagner ist mit18 Toren der beste deutsche Torschütze des ausgehenden Jahres, Platz zwei in dieser inofiziellen Wertung belegt sein Kollege Mark Uth mit zwölf Treffern.

Wenn Jogi Löw über einen fehlenden Stoß-Stürmer nachdenken muss, sollte er sich Wagner vielleicht mal näher anschauen. Die Kraichgauer saßen vor genau einem Jahr als  Tabellenletzter unterm Weihnachtsbaum, jetzt grüßen sie aus der Spitzengruppe und haben Teams wie Leverkusen, Schalke oder Mönchengladbach deutlich hinter sich gelassen – und das bis auf Kramaric (zehn Millionen Euro) ohne teure Großeinkäufe. Die vier neuen „Musketiere“ Wagner (2,5), Vogt (3), Demirbay (1,7) und Hübner (800 000 Euro) konnten durch die Transfer-Einnahmen von Volland (20 Millionen) an Leverkusen und Schmidt (knapp 6 Millionen) an Augsburg locker finanziert werden. Gratulation an Sportdirektor Alex Rosen. Hoffenheim ist in der Hinrunde immer noch unbesiegt und verfolgt auf dem Platz einen Plan. Diesen hat Julian Nagelsmann der Mannschaft verpasst. Der junge Coach der TSG überrascht auf seiner ersten Station angenehm, in jeder Beziehung. Er lässt einen Fußball spielen, der seinem Kader auf den Leib geschneidert ist, verlangt keine Überdinger und passt sich Gegner und Situation an. Ein schlauer Junge! Ich bin sicher, dass viele Top-Klubs – diese Entwicklung vorausgesetzt – bald mit dicken Verträgen vor seiner Tür stehen.

B.Z. Berlin vom 18.12.2016



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