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Zum 60. Gebrutstag von Uli Hoeneß - "Ein Mensch wie aus dem Bilderbuch"
Zum 60. Gebrutstag von Uli Hoeneß - "Ein Mensch wie aus dem Bilderbuch"

Don Calli macht den Uli rund - Reiner Calmund schreibt im Express


Es wird ein rundes Jubiläum, das Uli Hoeneß in diesem Jahr feiern wird.

Fast so rund wie ich ist diese Zahl und sie ist einzigartig in der deutschen Fußballgeschichte: Wenn der FC Bayern München – und wer zweifelt ernsthaft daran? – in dieser Saison Deutscher Meister oder DFB-Pokalsieger wird oder sogar die Champions League gewinnt, dann wäre der erste der drei möglichen Titel die Nummer 50, an der Uli in irgendeiner Form beteiligt ist!

Wahnsinn! Er ist der Mann, vor dem ich meinen Hut ganz tief ziehe. Und kein Bauch hindert mich an der ganz tiefen Verbeugung. Weltmeister, Europameister, Champions-League-Sieger, Weltpokalsieger, Deutscher Meister, Pokalsieger – diese Titel errang Uli Hoeneß.

Nicht als Mitläufer, als Hauptdarsteller. Als Wirbelwind, Flankengeber, Torschütze, als Leistungsträger im Profifußball und als Vereins-Patron des deutschen Rekordmeisters.  Mit gerade erst 27 Jahren wurde er Manager des FC Bayern. Und er sorgte dafür, dass weiter gewonnen wurde.

Uli baute zusammen mit Franz Beckenbauer, Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner ein Bayern-Imperium, das trotz großer sportlicher und wirtschaftlicher Erfolge immer ein Familienbetrieb mit Herz, sozialer Verantwortung und menschlicher Qualität geblieben ist.

Kein noch so großer Erfolg veränderte den Menschen Uli Hoeneß. Der blieb immer wie er war: ein intelligenter Gesprächspartner, temperamentvoll, jederzeit bereit, zu streiten und sich wieder zu versöhnen.

Ein Mensch wie aus dem Bilderbuch. Bayerisch, barock, gleichzeitig listig und fair, nie link, immer offen – einer, der die Kultur des deutschen Fußballs entscheidend und nachhaltig prägte.

60 Jahre alt wird er nun. Und ich hoffe, er verschwendet keinen Gedanken daran, sich in sein herrliches Anwesen am Tegernsee zurückzuziehen. Verstehen könnte ich es. Wer einmal das Vergnügen hatte, von Uli und seiner Susi eingeladen worden zu sein, der weiß, was ich meine. Perfektere, aufmerksamere, liebevollere Gastgeber gibt’s nicht.  

Doch der Jubilar wird gebraucht: als Mahner, als Visionär, als Vorbild. Uli tut so unglaublich viel Gutes, und er tut einfach gut – dem Fußball, ehemaligen Kollegen, denen es nicht so gut geht und denen er ohne große Worte ebenso hilft wie vielen sozialen Projekten.

60 Jahre und kein bisschen leise! So wünsche ich mir meinen Freund Uli. Er wird mir den Wunsch nicht abschlagen.

Das Einzige, was mich stört: Wenn er am 13. Januar im Kreise seiner Freunde feiert, bin ich knapp 10.000 Kilometer entfernt bei einer Ayurveda-Kur. Aber eines verspreche ich Dir, lieber Uli: Das holen wir nach. Auch wenn Deine Wurstfabrik eine Sonderschicht fahren muss!



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