Calli on Tour

Calli on Tour

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

» Termine


Twitter

Calli zwitschert mit

Reiner Calmund nutzt den "Micro-Blogging"-Dienst Twitter » weiterlesen

twitter rss facebook myspace youtube xing

Suche

suche
Fortuna DüsseldorfFortuna Düsseldorf
Reiner Calmund unterstützt die Fortuna als Mitglied des Aufsichtsrats

Dass er seine vielfältigen Aufgaben als WM-Botschafter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen ebenso wenig schleifen lassen wird wie seine werblichen Verpflichtungen gegenüber dem FIFA-WM-Sponsor „Fuji“ machte Reiner Calmund den Mitgliedern der Düsseldorfer Fortuna schnell und eindrucksvoll klar. Dies aber hinderte die überwältigende Mehrheit der Stimmberechtigten nicht daran, ihn am 25. April 2005 zum Aufsichtsrat des abgestürzten Traditionsvereins zu wählen. „Ich stehe für Herz, Leidenschaft und Emotionen“, schmetterte „Calli“ den Mitgliedern entgegen, verhehlte aber mit keiner Silbe seiner rund fünfzehnminütigen Ansprache, dass „ich kein Tor schießen kann, dass ich alleine den Aufschwung auch nicht einleiten werde.“

Das Team, in dem er arbeiten wird, kann sich sehen lassen. Mit Düsseldorfs OB Joachim Erwin und LTU-Chef Jürgen Marbach sitzen unter anderem zwei Schwergewichte an Callis Seite, gegenseitig verlangt man sich harte Arbeit ab: „Ohne Moos nix los“, postuliert Calmund den Auftrag an die Düsseldorfer: Geld muss her, Strukturen müssen her, Wirtschaftlichkeit muss im Verein regieren. Großspurige Sprüche ohne Erfolg gehören woanders hin, nicht in einen Klub, der nach Jahren der Unterklassigkeit zurück will in den Profifußball.

Dieses Unterfangen hält Calmund ohnehin für momentan wenig realistisch, trotzdem stellt er seine Mittel zur Verfügung: Was an Zeit bleibt neben den zeitintensiven Aktivitäten für die WM wird der Fortuna zugute kommen, bestehende Kontakte werden auf „Fortuna-Kompabilität“ abgeklopft, neue Verbindungen sollen auf dem weiten Feld von Wirtschaft und Industrie geknüpft werden.

Reiner Calmund ist sich des Risikos, das er eingeht, durchaus bewusst: „Wenn mein Name ins Spiel kommt, dann wird er auch im Spiel gehalten. Da kann ich im Vorfeld erzählen, was ich will.“ Dass er die Sache trotzdem mit anpackt, liegt auch an der Überzeugungskraft der Herren Erwin und Marbach: „Der eine ist einer der erfolgreichsten Oberbürgermeister Deutschlands, der andere Chef einer großen Fluglinie. Denen konnte ich nicht absagen“, lacht „Calli“ heute noch, wenn er daran denkt, wie er beknetet wurde, damit er das Amt annimmt.

Doch: Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Vor allen Dingen im Fußball. Dies weiß Calmund besser als viele andere. Und deshalb mahnt er: „Nichts geht von selbst. Es muss hart gearbeitet werden, um die Strukturen zu schaffen, die ein Überleben im Profifußball möglich machen.“ Dabei will er den zweiten nicht vor dem ersten Schritt tun: „Bis wir dahin kommen, ist harte Maloche angesagt.“

Immerhin: die als launig bekannte Düsseldorfer Presse nahm Calmunds Wahl mit großem Wohlwollen auf. Etwas übertrieb der „Express“, der „Calli“ sofort als „neuen Boss“ inthronisierte. Hoffend und sympathisierend „RP-Online“, die dem „BIG BOSS“ eine „leidenschaftliche Rede“ attestierten, mit der er die Mitglieder „nach wenigen Minuten für sich gewonnen“ hatte. Was, so „Antenne Düsseldorf“ bewies, „dass Calmund seine Hausaufgaben gemacht hatte.“

Calmund sprach überzeugend von Vermarktungs- und Kommunikationsgeschäften, von strategischen Partnern, die man ins Boot ziehen muss, forderte in seiner mitreißenden Rede den anwesenden Henkel-Chef Woeste zur Mitarbeit auf, machte aber gleichzeitig klar: „Bis zur WM stehe ich an zwei Tagen im Monat zur Verfügung, mehr lässt die Tätigkeit als WM-Botschafter nicht zu. Ich werde beraten, mitarbeiten, helfen, wo ich kann. Blabla wird man von mir nicht hören. Die Zeiten, in denen hier große Showmänner auftraten und ihren Dampf abließen, die sind vorbei.“