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"FC-Stars, reißt euch zusammen!"
"FC-Stars, reißt euch zusammen!"

Don Calli macht die Liga rund (3) - Reiner Calmund schreibt im Express


Ich bin nicht allein, so viel ist sicher. Denn mit mir wähnen sich Zehntausende im falschen Film! Nämlich alle Fans des 1. FC Köln. Von denen sich kein einziger, da bin ich ziemlich sicher, vorstellen konnte, dass der FC nach zwei Spieltagen auf Platz 18 steht – mit einem mickrigen Törchen, mit null Punkten, mit acht (!!!) Gegentoren.

Es ist der Wahnsinn. Und ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich will keine Ausreden der hoch bezahlten Herren Profis mehr hören. Zvonimir Soldo war dem einen zu still, Frank Schaefer dem anderen zu fromm, Stale Solbakken hat angeblich Probleme, sich verständlich zu machen. Meine Güte, Jungs: Es geht um Fußball. Nicht um Atomphysik und auch nicht um eine Doktorarbeit.

Wenn der norwegische Chef-Trainer ruft „Morgen ist frei!“, dann verstehen ihn alle FC-Spieler. Aber warum habt ihr dann Schwierigkeiten, Stale Solbakken zu verstehen, wenn er sein System erklärt?

Ich habe mir von vielen Kölner Journalisten erzählen lassen, dass er bei Interviews und Pressekonferenzen immer gut und deutlich zu verstehen ist. Wieso haben dann die Spieler Probleme, das Verschieben, Übergeben oder Übernehmen zu verinnerlichen?

Es darf sicherlich Eingewöhnungsprobleme geben, aber seine taktischen Anforderungen sind kein Hexenwerk aus der Zauberkiste, dass ist normaler Standard im Spitzenfußball.

Es geht auch nicht in erster Linie darum, wer spielt oder auf der Bank sitzt. Die Einstellung ist viel wichtiger als die Aufstellung. Für euch, liebe Kölner Spieler, gilt das in erster Linie! Reißt euch gegen Kaiserslautern am Riemen, rennt, kämpft, grätscht.

Es ist ein Sechs-Punkte-Spiel, jetzt schon. Und Solbakken hat Recht, wenn er von der Hölle spricht, die den FC im Falle einer Niederlage erwartet. Also: Wehrt euch gegen die Roten Teufel – eine ganze Stadt erwartet das von euch!

Dem neuen Trainer, dem ich eine lange Zeit in Köln gönne, muss ich zwei Dinge sagen: Die Titel und die tollen Königsklassen-Auftritte mit dem FC Kopenhagen sind Vergangenheit.

Zwar gebe ich nicht den Spöttern recht, die sagen, in Dänemark würden einige Teams noch mit Holzkugeln und Wikingerhelm trainieren. Aber die Bundesliga ist ein ganz anderes Kaliber als die dänische SAS-Liga.

Und ganz wichtig ist es, flexibel zu sein. Wenn die Spieler ihm auf seinem eingeschlagenen Weg nicht folgen können, dann muss er ihn ändern, Konzept hin oder her. Da muss man auch mal kompromissbereit sein. Ein Feldherr ohne Armee steht auf verlorenem Posten.

Bei allem Respekt vor seinen großen Erfolgen: Hier und jetzt ist Bundesliga, da kann man keinen Anlauf nehmen, da muss man direkt springen. Und zwar ziemlich hoch. Ich hoffe vor allem für den FC, Stale Solbakken packt das und die Spieler folgen ihm.



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