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Hertha und BVB: Dinos mit System
Hertha und BVB: Dinos mit System

Don Calli macht die Liga rund (13) - Reiner Calmund schreibt im EXPRESS


Es war bitterkalt am Samstag, doch der Fußball, der im RheinEnergieStadion geboten wurde, erwärmte nicht nur mein Herz. Dass die FC-Fans das anders sehen, ist akzeptiert. Aber ich als neutraler Besucher sage: Die TSG Hoffenheim ist nicht nur die Mannschaft der Stunde, das ist jetzt schon die Mannschaft der Hinrunde! Sie haben ohne einen einzigen Neuzugang gespielt, trotzdem stand da eine andere Truppe auf dem Platz als die, die sich vor einem knappen halben Jahr vom 1. FC Köln das Fell über die Ohren ziehen ließ. Damals hat ihnen der FC rustikal den Schneid abgekauft, jetzt war`s umgekehrt. Die spielen nicht nur sensationell, die fighten auch.

Hoffenheim ist der Top-Neuling. Doch ein paar Plätze tiefer sorgen auch zwei ,,Dinos\" für Gesprächsstoff: Berlin und Dortmund im oberen Drittel - das ist eine Überraschung. Ich hätte keinen der beiden Klubs da erwartet, bin auch jetzt noch skeptisch. Aber wer so fleißig Punkte gesammelt hat, verfügt über Qualitäten.

Die Hertha wurde ja einst nach einem Spreedampfer benannt. Und wie es aussieht, hat ,,Kapitän\" Dieter Hoeneß das Schiff wieder auf Kurs gebracht. Er ist ein geradliniger Typ, der manchmal aneckt und sicherlich nicht immer Glück hatte mit seinen Entscheidungen. Deshalb gönne ich ihm das jetzt von Herzen. Das Umfeld in Berlin ist schwer im Zaum zu halten, da ist das Arbeiten doppelt und dreifach so schwer. Mit Lucien Favre hat er einen Trainer mit genauen Vorstellungen geholt und ihm Zeit gelassen. Der Schweizer hat sich jetzt ein Team geformt, das unangenehm zu spielen ist. Wer Hoffenheim, Leverkusen und Hamburg schlägt, baut nicht auf den Zufall. Da steckt System hinter!

System hat auch der BVB: Klopps gute Laune steckt an und wirkt zunehmend erfolgreich. Die hatte ich genau so wenig auf der Rechnung wie die Berliner. Doch plötzlich sieht man wieder häufiger Jubel in schwarz-gelb. Spieler wie Tamas Hajnal, Neven Subotic, Mohammed Zidan, Mats Hummels und vor allen Dingen der polnische Flitzer Kuba (an den richtigen Namen traue ich mich nicht ran, da bin ich ja morgen noch dran) trumpfen auf, dass es eine Freude ist. Selbst schwere Verletzungen wie die von Dede oder Alexander Frei stoppen Dortmund nicht. Weil Klopp nicht jammert, sondern handelt. Er baut junge Leute ein, stärkt ihnen den Rücken und sie danken es dem Trainer.

Wie gesagt: Ich bin skeptisch. Bei der Hertha, beim BVB. Aber längst nicht mehr so sehr wie vor ein paar Monaten.



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