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"Ich plädiere für Neuansetzung ab der 70. Minute!"
"Ich plädiere für Neuansetzung ab der 70. Minute!"

Callis Liga-Check Kolumnist Reiner Calmund analysiert den 9. Spieltag


Es war der Aufreger des 9. Spieltages: Stefan Kießlings Phantom-Tor, war natürlich kein regulärer Treffer und löste Unmengen von Diskussionen aus, sinnvolle und unsinnige. Ich versuche mal in diesem Wirrwarr, ohne Bayer-04-Brille, ein bisschen Klarheit zu schaffen.

Klar ist, genau wie damals bei den Bayern, der Ball war nicht drin. Bei Helmers Aktion ging der Ball direkt ins Aus und da blieb er auch. Die Fifa hat der Spielwiederholung damals nur zähneknirschend zugestimmt, weil nicht Schiri Osmers, sondern der Linienrichter letztendlich auf Tor entschieden hat. Laut Fifa ist das Endergebnis durch den Schiri unwiderrufbar. Der DFB schreibt in seinen Regeln vor: "Der Platzverein ist für den ordnungsgemäßen Aufbau der Tore, ihre zuverlässige Befestigung und ihren unbeschädigten Zustand verantwortlich." Dennoch liegt die alleinige Schuld nicht bei Hoffenheim, das Schiedsrichter-Gespann muss sich schließlich auch vor Spielbeginn davon überzeugen, dass alles in Ordnung ist. Beim unberechtigten 2:0 war es für die Unparteiischen und den Großteil beider Mannschaften nicht erkennbar, dass der Ball durch ein Loch im Außennetz im Tor landet. Dadurch erklären sich auch die unmittelbarfehlenden Proteste der Hoffenheimer und der Jubel einiger Leverkusener. Nur die Spieler, die direkt am Pfosten standen, konnten die Szene richtig erkennen. Die moralische Keule gegen Stefan Kießling zu schwingen, ist also völlig falsch. Er hat zunächst gedacht, sein Ball geht daneben, nachdem dann seine Mitspieler jubelten, die Hoffenheimer kaum protestierten, der Schiri den Treffer anerkannte und das Leder doch völlig überraschend für ihn im Tor lag, kam man vom ihm nicht verlangen, jede Sequenz noch einmal nachzuvollziehen. Fakt ist, es war ein Phantom-Tor, das man hätte vermeiden können, wenn die Verbände endlich technische Hilfsmittel zur Klärung strittiger Szenen zulassen würden. Allein ein Blick auf die Kameras hätte gereicht, um den Fehler auszubügeln. Die Hoffenheimer wurden in dieser Saison schon zweimal brutal benachteiligt. Ein klares Tor gegen Nürnberg nicht gegeben und jetzt schon wieder eine böse Überraschung. Mein Vorschlag: Besondere Situationen fordern besondere Maßnahmen, deshalb plädiere ich für den gesunden Menschenverstand: Neuansetzung von der 70. Minute, beim Stande 1:0 für Bayer. Mit Torabstoß. Weil der Ball ja daneben ging. Die Verbände wären sicher nicht begeistert. Aber meiner Meinung nach wäre nur dies Fair Play.

20. Oktober 2013 22:00 Uhr, bz-berlin.de



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