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"Klinsi sollte sich die Poldi-Sprüche sparen"
"Klinsi sollte sich die Poldi-Sprüche sparen"

Don Calli macht die Liga rund (8) - Reiner Calmund schreibt im EXPRESS


Von REINER CALMUND Wundertüte? Frikadelle? Diese Saison hat ein bisschen was von beidem. Alles ist drin – und an jedem Spieltag etwas Neues. Da raucht die TV-Röhre, wenn bei der Premiere-Konferenz von hier nach da geschaltet wird, wenn die Tore im Minutentakt fallen. Gerade hat man sich wegen Wieses Patzer und Weidenfellers Handstand auf dem Ball im Weser-Stadion gewundert, da kassiert der Hannoveraner Fromlowitz fünf Eier gegen Hoffenheim. Für die Zuschauer oft lustig und spannend, aber der torreiche achte Bundesliga-Spieltag geht in erste Linie auf die Kappe der Torhüter. Die Tabelle ist eng, von ganz oben bis zum Elften, Bayern München, sind es nur ein paar Pünktchen. Und mit dem Dusel von Karlsruhe ist es gar nicht so abwegig, dass Nationalspieler Philipp Lahm seine Wette (“Wir werden noch Herbstmeister!“) doch noch gewinnt. Seinen Teil dazu beitragen würde liebend gerne Lukas Podolski - wenn er denn dürfte! Samstag bereitete Poldi nach seiner Einwechslung das 1:0 vor. Ich habe dem Jungen vor einem Jahr hier in meiner Kolumne die Leviten gelesen. Auch in einem persönlichen Gespräch habe ich versucht, ihm klar zu machen, dass sich auch ein Messi in Barcelona oder ein Ronaldo in Manchester hinten anstellen mussten. Wer einen Klose oder einen Luca Toni vor sich hat und bei einem internationalen Klub spielt, der muss als Jungspund auch die Bank einkalkulieren. Mittlerweile hat sich das Blatt aber auch für mich gewendet. Podolski spielte in der Endphase der vergangenen Saison gut auf, bei der EURO stellte er nicht nur Miro Klose und Luca Toni in den Schatten, auch Ronaldo wäre mit seiner Bilanz zufrieden gewesen. Und in der WM-Quali hat kein deutscher Spieler mehr Tore geschossen als Poldi. Dass ihn Jürgen Klinsmann bei den Bayern nicht von Beginn an spielen lässt, ist seine Sache. Vielleicht sogar nachvollziehbar, weil man die Toptorjäger Klose noch Toni so einfach auf die Bank setzt. Solchen Spielern muss man auch in Krisenzeiten den Rücken stärken. Doch die merkwürdigen, zum Teil diskreditierenden Äußerungen Richtung Podolski, die sollte sich der Bayern-Trainer sparen. Er spricht nämlich über einen der erfolgreichsten Nationalspieler Deutschlands. Seine aktuelle Torquote mit 31 Treffern in 59 Länderspielen ist mit seinen 24 Jahren sensationell! Er liegt bei 0,52 Toren pro Spiel. Poldi liegt damit zwar hinter Gerd Müller (1,1), aber mit Rudi Völler und Oliver Bierhoff (beide 0,52) gleichauf – und sogar vor seinem Bayern-Boss Rummenigge (0,47) und Klinsmann (0,44) im Schnitt. Was ich damit sagen will: Klinsi sollte sich die Poldi-Sprüche sparen und ihn nicht behandeln wie einen Schnösel, wie einen, der noch viel lernen muss. Das ist leeres Geschwätz. Viel lernen muss jeder jeden Tag. Auch Jürgen Klinsmann. Zum Beispiel, dass man einem etablierten Nationalspieler den nötigen Respekt entgegen bringt. Mein Rat an Lukas: Gib Gas und hol am besten noch einen Titel mit den Bayern. Wenn die Chemie nicht stimmt, dann muss man nach Saisonschluss zu neuen Ufern aufbrechen. Mein Rat an den FC: Kratzt die Gröschelcher zusammen und lasst klare Signale Richtung Poldi und Bayern los. Nicht nur Interesse zeigen, sondern deutlich machen, dass man es gestemmt kriegt. Wegen Poldis Liebe zu Köln kann der FC auch große Konkurrenten aus dem Weg räumen. Jetzt die Klasse halten, dann Poldi holen - und der FC wäre einen Riesenschritt weiter!



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