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"Zidan ist das neue Phänomen der Liga"
"Zidan ist das neue Phänomen der Liga"

CALLIS LIGA-CHECK KOLUMNIST REINER CALMUND ANALYSIERT DEN 22. SPIELTAG


Kein Spiel hat die Liga öfter gesehen, aber Hamburg gegen Bremen ist und bleibt ein echter Leckerbissen. Gestern zählten im Derby die Punkte auch doppelt. In Bremen wird man deshalb jetzt tanzen. Vor allem, weil der Euro-League-Platz gefestigt wurde und man wieder Richtung Königsklasse schielen kann. Wer hätte das gedacht? Doch es ist der verdiente Lohn für Werder, weil man Schaaf und Allofs zu Recht den Rücken gestärkt hat. Kontinuität zahlt sich eben doch aus - auch im modernen Fußball. Der HSV konnte nach dem Sieg in Köln zwar einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verbuchen. Der heimliche Wunsch, doch noch mal an den internationalen Plätzen zu schnuppern, bekam durch das 1:3 jedoch einen harten Dämpfer.

Die Erfolgsserie der Gladbacher Fohlen wird mir langsam unheimlich. Die Favre-Truppe hat gestern nun aber auch mal ein anderes Gesicht gezeigt. Erst gezaubert, als Lautern nach dem 1:2 noch mal mit Dampf ran kam, haben sie gekämpft wie die Shaolin-Mönche. Natürlich fair und mit System - dann ist diese Art auch erfolgreich.Größtes Phänomen dieser Tage ist aber Zidan von Mainz. Drittes Tor im dritten Spiel - unfassbar. Aber man sieht: Umfeld geändert, neue Mentalität - klatsch!Ich denke, dieser Effekt steht auch Hertha bevor. Otto Rehhagel ist jetzt der Richtige. Denn ist das Schiff einmal in Seenot, sind die erfahrenen Männer gefragt. Otto ahoi! Er wird durchgreifen. Den Nörglern, Pessimisten und Typen, die immer Sand ins Hertha-Getriebe streuen, morgens dafür sind, dass sie dagegen sind und nachmittags dagegen, dass sie dafür sind, wird er die Briefmarke auf den Hintern kleben und Abflug Tegel Gate 7. Die Ausgangslage ist klar: Nur zwei Siege in 27 Heimspielen, da kann selbst ein Trainer-Trio wie Guardiola, Mourinho und Klopp nur schwer etwas machen. Das reicht normalerweise für zwei Abstiege. Otto muss es jetzt schaffen. Er brennt wie eine Fackel. Und merke: Man ist nur so alt, wie man sich fühlt. Und modern ist, zu gewinnen.

19. Februar 2012 20.40 Uhr, bz-berlin.de



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