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"Don Calli macht die Liga rund (2) - Calmund schreibt im Express
"Don Calli macht die Liga rund (2) - Calmund schreibt im Express

Ribéry, mein Gourmet-Kicker - Feinkost-Bayern. Schalker Sieges-Durst. Nur van der Vaart liegt Don Calli schwer im Magen


Die Spielplangestalter von der Deutschen Fußball-Liga sind wohl bei Alfred Hitchcock in die Lehre gegangen: Von den Top-7-Teams der Liga standen sich gestern gleich sechs gegenüber! Ein Knaller! Fußball-Feinkost boten die Bayern beim 4:0 in Bremen. Für den Gourmet: Franck Ribéry. Er war DER Spieler des Tages. Der Junge ist eine Attraktion für die gesamte Liga. Den Elfmeter zum 1:0 verwandelte er rotzfrech und selbstbewusst wie einst der Tscheche Panenka im EM-Finale 1976 gegen Deutschland. Die Vorbereitung zum dritten Bayern-Tor – genial, allererste Sahne! Bei uns würde man sagen: Der hat kein Brass mitte Füße. Der macht zwar immer viel Jedöns – aber dat es bei ihm prima! Bayern – das war hochklassiger Tempo-Fußball. Da war es auch praktisch egal, dass man Miro Klose bei seiner Rückkehr nach Bremen fast nur bei der Blumenstrauß-Übergabe gesehen hat. Die Bayern stehen richtig gut im Futter. Spielen die so weiter, haben es die Konkurrenten ganz schwer. Wie Werder, das vor allem im Angriff Magerkost bietet. 

Ganz ehrlich gefreut habe ich mich mit den Schalkern: Der 4:1-Sieg über Dortmund war Balsam auf die Seelen und Bier auf die Kehlen der Fans. Da wird wohl ein neuer Gerstensaft-Rekord in Gelsenkirchen aufgestellt! Die Revanche ist gelungen, der BVB wurde ins Tal der Tränen geschossen und mit der Roten Laterne nach Hause geschickt: Glückauf, Königsblau: Mehr geht nicht. 

Überrascht hat mich die Stuttgarter Pleite in Berlin, die die Sorgenfalten bei Herthas Dieter Hoeneß etwas kleiner werden lassen. Der Meister und Werder machen Punkte-Diät: jeder nur einen. Für mich ist das bei der Qualität der Teams zu mager. 

Aber kommen wir zum dicksten Thema der Woche: Rafael van der Vaart. Er ist ja eigentlich kein Ekelpaket, bei dem du sagst: Briefmarke auf den Hintern und ab über die Pyrenäen schicken! Im Gegenteil: Er, der Holländer, war ja hier fast so beliebt wie einst Rudi Carrell. Nun ist er dick dabei, sein Image zu zerstören. 
Wenn das Bild mit ihm und dem Valencia-Trikot keine Fotomontage ist, kann ich nur sagen: Direkt zum Arzt. Eiskalt duschen und Knüppel auf den Kopp! Van der Vaart ist in Hamburg Leader und Leistungsträger. Deshalb gibt es für den HSV nur eine Lösung: hart bleiben. Aus sportlichen Gründen und den Fans gegenüber ist es nicht vertretbar, ihn abzugeben. 

Du findest auf die Schnelle keinen adäquaten Ersatz. Der HSV ist ein gebranntes Kind, als er in der Vorsaison Boulahrouz und van Buyten gehen ließ und dadurch sportlich in Teufels Küche geriet. Beiersdorfer und Co. müssen ein Zeichen setzen – auch im Interesse der Liga. 

Wenn du dem Hardcore-Fan und dem Steppke den Glauben an den Star nimmst, dann ist der Fußball mit seinen ganzen Emotionen auf einem gefährlichen Weg. Ich kann zwar auch van der Vaarts Argumente pro Spanien verstehen. Es ist legitim, dass er sagt, er geht nach der Saison nach Spanien. Nur die Art und Weise, wie er es vorbringt, ist inakzeptabel. 

Ekelhaft wird es, wenn er die Familie ins Spiel bringt. Dass er neben dem spanischen Fußball auch wegen Oma Dolores, Opa Rafael, Papa Ramon und der gemeinsamen Orangen-Ernte nach Valencia will: Da gehen mir die Schuhe auf! 

Und dass seine hübsche Frau Sylvie jetzt sagt, in Hamburg, vorher für sie ein Eldorado, könne man nicht mehr leben – da gerate ich voll in Fahrt! Kein Wunder, dass er am Sontag gegen Leverkusen mit einem Spießrutenlauf im Stadion rechnen muss. Ich bin dennoch überzeugt, dass der Junge bleibt. Er wird dem knochenharten Huub Stevens die Hand geben und zur Einsicht kommen.



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