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"Jetzt ist Daum in der 1. Liga angekommen"
"Jetzt ist Daum in der 1. Liga angekommen"

Don Calli macht die Liga rund (7) - Reiner Calmund schreibt im EXPRESS


Von REINER CALMUND So, jetzt erstmal was für die ganz euphorischen Fans des 1. FC Köln: Morgen steigt in der Schweiz die Gruppen-Auslosung für den UEFA-Cup! Langsam: Ihr könnt euch noch entspannt aufs Sofa setzen, Flüge braucht ihr auch nicht buchen – der FC ist noch nicht dabei. Spaß beiseite, gerade die FC-Fans haben sich diese schönen Erfolge der letzten Tage verdient. Jahrelang haben sie trotz meist schwacher Leistungen dem Klub die Treue gehalten, das Stadion gefüllt, die Mannschaft unterstützt und viele Leiden auf sich genommen. Jetzt dürfen sie auch mal wieder richtig genießen, dass der FC gut dasteht. Und ich muss ganz klar sagen: Christoph Daum ist in der 1. Liga angekommen – auch weil die Strukturen beim FC stimmen. An der Spitze mit Wolfgang Overath eine Fußball-Ikone. Mit Michael Meier und Claus Horstmann eines der erfahrensten Manager-Duos der Liga und ein Aufsichtsrat (mit Vorständen von Top-Unternehmen), der sich nicht hinter dem des FC Bayern verstecken muss. Dazu Daum als internationaler Top-Coach, der auch in stürmigen Zeiten als Frontmann das FC-Schiff auf Kurs gehalten hat. Er hat in den vergangenen Monaten dafür gesorgt, dass beim FC noch mehr Professionalität herrscht.

Jetzt sagen Nörgler: Wenn’s gut läuft, ist ja immer alles prima. Aber die Erfolge diesmal sind einfach solide und haben einen handfesten Grund: Der FC hat endlich mal wieder eine funktionierende Achse: Geromel und Mohamad, davor Petit, davor Novakovic. Das FC-Paradestück spielt weit über Bundesliga-Durchschnitt. Geromel ist für mich sogar absolute Weltklasse – den würde jeder Bundesligist mit Kusshand nehmen. Bei Novakovic hatte ich so meine Bedenken, ob er auch in der 1. Liga so effektiv ist. Jetzt hat er aber alle Restzweifel weggeblasen. Der trägt seine Kapitänsbinde nicht nur spazieren, sondern ist unheimlich viel unterwegs und haut die Dinger rein. Das gehört wohl zu seinem Naturell, deshalb sollte man auch in seinem Privatleben ein Auge zudrücken, wenn er mal unterwegs ist und einen versenkt – aber es sollte im Rahmen bleiben. Die Verpflichtungen von Geromel und Petit zeigen jedenfalls, dass das internationale Netzwerk von Daum und Meier funktioniert, und die oft kritisierte Scouting-Abteilung einen Riesenschritt nach vorne gemacht hat. Glückwunsch an Engels und Co.! 

Die Schwachstellen will ich aber nicht vergessen. Beispiel Wome. Wenn Köln im Ballbesitz ist, agiert er routiniert wie ein Spielertrainer. Hat allerdings der Gegner den Ball ist Wome die Achillessehne des FC – schlechtes Stellungsspiel, viel zu langsam. So ist er noch nicht bundesligareif. Oder Mondragon: Mit seiner Ausstrahlung hält er die Multi-Kulti-Truppe zusammen. Aber mit 37 Jahren stößt er in der Bundesliga an seine Grenzen, der FC muss sich mittelfristig auf der Torwartposition umschauen. Overath macht zurecht immer deutlich, dass nur der Klassenerhalt das Ziel sein kann. Denn es werden auch schlechtere Zeiten kommen. Dann sollten sich alle im Klub daran orientieren, was die Fans vorleben: Volle Identifikation mit dem Verein. Dann kann nichts schief gehen.



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