Calli on Tour

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Liebe zur Musik in Farbe umgesetzt
Liebe zur Musik in Farbe umgesetzt

Zwei „Land-Kölner Edelbauern“ lockten ungewöhnliche viele Gäste zur Vernissage ins Kreishaus.


Bergheim - Im Kreishaus haben schon weitaus renommiertere Künstler ihre Ausstellungen vor deutlich kleinerem Publikum eröffnet. Dass der Laden gestern Vormittag viel voller war als bei solchen Anlässen üblich, dürfte daran gelegen haben, dass nicht nur Bilder-, sondern auch Promi-Gucken angesagt war: Der Künstler, dessen Bilder unter dem Titel „Harmonie in Rost und Gold“ bis Mitte Januar in der Kreishaus-Galerie gezeigt werden, heißt Henning Krautmacher und ist als schnauzbärtiger Frontmann der kölschen Stimmungsband „Höhner“ weithin bekannt und beliebt. Und der Mann, der bei der Vernissage die erwartet launige Einführungsansprache hielt, ist vielleicht sogar noch eine Spur prominenter: Reiner Calmund, früherer Manager des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen und erklärter „Höhner“-Fan, stimmte zuerst ein rednerisches Loblied auf seinen langjährigen Freund Krautmacher an. Gemeinsam mit ihm sang „Calli“ dann auch noch aus voller Kehle sein persönliches „Höhner“-Lieblingslied: „Nemm mich su, wie ich ben.“

Experimentierfreudig
Calmund wurde in Brühl geboren und hat lange in Frechen gelebt, Krautmacher ist in Pulheim-Stommeln zu Hause. Auf diese Verbindungen zum Rhein-Erft-Kreis wies Landrat Werner Stump natürlich gerne hin, denn dies zeige einmal mehr, dass nicht nur das große Köln, sondern auch sein Umland die Heimat vieler kreativer Köpfe sei. „Calli“ drückte es handfester aus: „Mir sin beide Land-Kölner Edelbauern.“

Als solche kennen und schätzen sich der Manager und der Sänger seit vielen Jahren. Schon als Krautmacher längst noch kein „Huhn“ war, sondern noch als Schlebuscher Lokalreporter über Bayer 04 berichtete, sei ihm Krautmachers „spitze Feder“ aufgefallen, so Calmund. Heute bewundere er seinen Freund für für dessen Vielseitigkeit. „Man staunt, wat der Kerl denn noch alles kann.“ In der Tat ist Krautmacher nicht nur der Sänger der „Höhner“: Er gilt als hervorragender Koch und Kochbuchautor, er hat Reiseliteratur über sein geliebtes Irland veröffentlicht, ein Kinderbuch geschrieben und in TV-Serien schauspielerisches Talent bewiesen.
Seit vier Jahren malt das 50-jährige Multitalent nun auch noch - „zur Entspannung und um Dinge, die wichtig für mich sind, auch noch auf eine andere Weise auszudrücken als mit Musik“, wie Krautmacher selbst sagt. Die 20 großformatigen Bilder, die Krautmacher im Kreishaus zeigt, sind vielleicht keine Meisterwerke, aber sie stecken voller Kreativität und Experimentierfreunde im Umgang mit Farben, Formen und vor allem mit Materialien. Ölfarben auf Leinwand aufzutragen, reicht ihm nicht. Holz, Spachtelmasse und verschiedene Metalle kommen ebenso zum Einsatz wie Pappe, Sand oder Büttenpapier. Die Sehnsucht nach Frieden ist ein Schwerpunktthema, die Liebe zur Musik und insbesondere zur Musik der Beatles ein anderes: Der gesamten Band und jedem einzelnen seiner vier großen Vorbilder hat Krautmacher jeweils ein Bild gewidmet, das einen Beatles-Song aufgreift. 

Krautmachers Ambigramme - Schriften, die aus verschiedenen Blickwinkeln aus gelesen werden können - drücken pure Lust am Spiel mit dem geschriebenen Wort aus, die Darstellung gälischer und keltischer Symbole spiegelt wider, wie eng sich der Kölner Mundartsänger mit Irland und seinen Menschen verbunden fühlt. Was er sagen will, sagt auch der Maler Krautmacher auf stets klare, einfache,verständliche Weise. Ebenso wie Reiner Calmund: „Also, mir gefallen diese Bilder sensationell gut.“

Aus KÖLNER STADTANZEIGER. VON JOACHIM RÖHRIG, 28.10.07, 18:28h



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